Multimeter Test – Die perfekte Lösung für Hobbybastler und Profi-Elektriker

MultimeterEin Multimeter erleichtert die Arbeit von Hobbybastlern sowie Profi-Elektrikern, Mechatronikern oder Elektronikern, denn es bietet zahlreiche Messfunktionen in einem einzigen Gerät.

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Das Wort selbst setzt sich aus der lateinischen Vorsilbe „multi-“ und dem altgriechischen Wort „Meter“ zusammen. Während das Präfix multi- „viele“ bedeutet, steht der Begriff Meter für ein „Werkzeug zum Messen“.

Die Liste der Messwerkzeuge ist lang und reicht von A wie Amperemeter über LCR-Meter und Ohmmeter bis hin zu V wie Voltmeter. Wenn man für jede physikalische Größe das passende Werkzeug bräuchte, hätte man schwer zu tragen. Die perfekte Lösung bietet ein kleines digitales Multimeter, mit dem man eine Vielzahl von Messungen durchführen kann. Die meisten Multimeter für den Hobbygebrauch wiegen nur wenige Hundert Gramm und sind dennoch sehr vielseitig einsetzbar.

Grundfunktionen und -ausstattung

Zu den Grundfunktionen eines Digital Multimeters gehören die Messung von Gleich- und Wechselstromspannung, Gleichstrom und Widerstand. Die Messbereiche können in der Regel über einen Drehschalter eingestellt werden und variieren je nach Preisklasse des Gerätes. Standardmäßig lassen sich mit den meisten Messgeräten Spannungen bis 250 Volt, Widerstände bis 2000 kOhm und Stromstärken bis 10 Ampere messen.

Elektroniker mit MulitmeterDie digitalen Multimeter auf dem Markt verfügen meist über ein robustes Gehäuse mit einer Gummischutzhülle, die vor Stößen, Stromschlägen und Wasserspritzern schützt. Die Messwerte lassen sich bequem über ein LCD-Display ablesen. Unterschiede gibt es dabei zum Beispiel bei der Anzahl der angezeigten Stellen, wobei in der Regel mindestens drei Stellen angezeigt werden (z. B. 220 Volt). Im Gegensatz zum Digital Multimeter werden beim Analog Multimeter die Messwerte auf einer Skala mittels eines Zeigers angezeigt.

Eine Vielzahl der Geräte verfügt außerdem über eine Dioden- und akustische Durchgangsprüfung. Eine Messwert-Haltetaste bzw. Hold-Funktion kann ebenfalls zur Grundausstattung gezählt werden. Dabei kann durch längeres Drücken der Hold-Taste ein Wert gespeichert und anschließend wieder abgerufen werden.

Zusatzfunktionen und Zubehör

Je nachdem wie viel Geld man bereit ist für sein Multimeter auszugeben, steht eine breite Palette an zusätzlichen Funktionen zur Verfügung. So können einige Gerät Spannung bis 600V oder sogar 1000V messen, oder auch Temperatur, Kapazität, Frequenz, Luftfeuchtigkeit, Lichtstärke und Schalldruck.

Als besonders praktisch erweist sich eine Hintergrundbeleuchtung des Displays und besonders ausgefeilte Modelle verfügen über beleuchtete Buchsen. Diese zeigen je nach ausgewähltem Messbereich an, in welche Buchsen die Prüfkabel gesteckt werden müssen. Sobald die Kabel richtig stecken, erlischt das Licht, um Batterie zu sparen.

Als ebenfalls nützlich erweisen sich Funktionen wie z. B. eine automatische Abschaltung bei Inaktivität, eine Warnanzeige bei niedriger Batterie oder eine Fehlbedienungssperre bzw. ein Warnton bei falsch gesteckten Messleitungen. Insbesondere letzteres verhindert Fehler bei der Bedienung, die nicht nur Anfängern hin und wieder passieren können.

Während die Messleitungen meist zur Grundausstattung gehören, ist es nicht selbstverständlich, dass die Geräte inklusive Batterie geliefert werden. Zum Betrieb eines Multimeters wird in der Regel eine 9V-Batterie benötigt. In der Produktbeschreibung lässt sich meistens nachlesen, ob die Batterie mitgeliefert wird oder zusätzlich bestellt werden muss.

Zusätzliches Zubehör wie eine Aufbewahrungstasche oder externe Thermofühler verbessern das Preis-Leistungs-Verhältnis zudem erheblich. Zur Inbetriebnahme und besseren Handhabung ist es außerdem hilfreich, wenn eine deutsche Bedienungsanleitung beiliegt. Wer besonders Wert auf das Zubehör legt, der sollte sich im Vorfeld des Kaufes ausführlich über den Leistungsumfang informieren.

Die häufigsten Probleme

Stromspannung messenDie Grundausstattung der meisten Multimeter ist fast identisch und auch die Handhabung ist in der Regel sehr intuitiv. Dennoch sind gerade preiswerte Modelle nur für den Hobby- und Haushaltsbereich zu empfehlen.

Der Grund ist einfach: sie bieten nicht die Messgenauigkeit von Profi-Geräten. Um keine Enttäuschung zu erleben, sollte man sich daher im Vorfeld über die Messabweichungen des jeweiligen Gerätes informieren. Abweichungen von +/- 0.5% werden von den meisten Hobbybastlern akzeptiert. Es gibt aber auch Geräte die durchaus bis zu 5% von den korrekten Werten abweichen können.

Für Hobbybastler ist es meist nicht notwendig, die Geräte zu kalibrieren, da diese normalerweise kalibriert ausgeliefert werden. Falls doch notwendig, hilft oft ein Blick in die Bedienungsanleitung weiter.

Bei günstigen Modellen kann es zudem auch passieren, dass die Gummischutzhülle einen unangenehmen chemikalischen Geruch absondert, der meist auf die verwendeten Materialien zurückzuführen ist. Wer hier besonders empfindlich ist oder Angst um seine Gesundheit hat, der kann das Gerät entweder im Fachhandel hinsichtlich des Geruchs testen oder in den Erfahrungsberichten anderer Käufer nachlesen.

Was man vor dem Kauf unbedingt beachten sollte

Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Gedanken darüber machen, wofür das Multimeter benötigt wird. Wenn man ganz spezielle Messungen durchführen will, sollte man in den Produktbeschreibungen genau nachlesen, ob das Gerät dafür geeignet ist. Dabei gilt es vor allem auf die Messbereiche und die Messgenauigkeit zu achten. Selbst vermeintlich einfache Dinge, wie z. B. Batterien- oder Diodentests, sind nicht mit allen Multimetern möglich. Wer sich unsicher ist, sollte sich von einem Fachhändler oder auch vom Hauselektriker beraten lassen.

Wer einfach nur die Spannung bis 250 Volt messen möchte, der kann auf fast jedes preiswerte Multimeter aus dem Baumarkt zurückgreifen. Etwas genauer hinschauen muss man wenn man beispielsweise Wechselstrom messen möchte. Die meisten preiswerten Geräte ermöglichen zwar die Messung von Gleichstrom, aber nicht von Wechselstrom. Ampere ist also nicht gleich Ampere! Auch bei besonderen Ansprüchen wie z. B. der Frequenzmessung oder einem Messgerät mit USB muss man möglicherweise etwas tiefer in die Tasche greifen.

Dennoch kann man grundsätzlich sagen, dass auch preiswerte Produkte nicht unbedingt schlechter sein müssen als die teure Konkurrenz. In der Regel verfügen sie einfach über eine geringere Funktionsvielfalt und Messgenauigkeit, was aber für viele Hobbybastler durchaus zu verschmerzen ist. In Sachen Design, Qualität und Verarbeitung stehen günstige Produkte den teureren häufig in nichts nach. Und gerade Einsteiger oder auch Auszubildende sind froh, wenn sie für das erste eigene Multimeter nicht das halbe Monatsgehalt ausgeben müssen.

Fazit

Elektroniker testen Stromverteiler mit einem MultimeterWer den Stromverbrauch seiner Haushaltsgeräte oder die Spannung der KFZ-Batterie messen möchte, dem kann ein Multimeter gute Dienste erweisen. So kann man beispielsweise die „Stromfresser“ im Haushalt oder auch Kabelbrüche ausfindig machen. Grundsätzlich gilt beim Umgang mit Strom höchste Vorsicht. Die auf dem Markt erhältlichen Multimeter sind alle auf Sicherheit geprüft und zertifiziert. Das gilt jedoch nur, wenn man sie entsprechend der Bedienungsanleitung verwendet und darauf achtet, dass sie sich in einwandfreiem Zustand befinden.

Wer sich beim Kauf oder der Verwendung eines Multimeters unsicher ist, der sollte sich Rat bei einem Experten oder Fachhändler holen. Dann steht dem ausgiebigen Messen mit dem eigenen Multimeter nichts mehr im Wege!

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